Quelle: Wikipedia
Das berühmte Jesuskind von Cebu (spanisch: Santo Niño) aus dem 16. Jahrhundert ist eine kleine Holzfigur aus Spanien, die Ferdinand Magellan nach seiner Ankunft auf der Insel Cebu am 14. April 1521 der Frau des muslimischen Herrschers Raja Humabon schenkte, weil sich das Herrscherpaar und viele Untertanen taufen ließen. Kurz darauf starb Magellan am 27. April bei einer Schlacht auf der Nachbarinsel Mactan. 44 Jahren später eroberte Miguel López de Legazpi die Insel zurück und zerstörte das Dorf des Raja Tupas, einem Neffen des Raja Humabon. Die Holzfigur wurde dort trotz eines Feuers fast unversehrt gefunden. An der Fundstelle wurde die Basilica del Santo Niño als erste Kirche auf den Philippinen errichtet. Für das göttliche Kind wird an jedem 3. Sonntag im Januar, also diesmal am 15.1.2012, landesweit das Sinulog-Fest gefeiert. In Cebu gibt eine sehr große Prozession, die mehrere Stunden dauert und von Hundertausenden verfolgt wird. Die kleine Jesusfigur wird dabei durch die Straßen der Großstadt getragen. Die Verehrung des Jesuskindes hat also eine lange Tradition.
Mission possible
P. Dr. Guido Telscher SCJ berichtet regelmäßig über seine Zeit auf den Philippinen.
Freitag, 27. Januar 2012
Samstag, 21. Januar 2012
Versammelt
Links der neue Regionalobere P. Francis Pupkowski, bisher Hausoberer und Ökonom. Der folgende Bericht stammt von ihm:
"Vom 9. bis 13. Januar 2012 hielt der SCJ Philippine District seine Jahres-versammlung ab. Die Versammlung fand im Herz-Jesu-Formationshaus in Aluba, Cagayan de Oro City statt und wurde von 26 SCJs besucht. Unter den besonderen Teilnehmern an dieser Sitzung war Fr. Paulus Sugino, der Generalrat aus Rom, und ein Vertreter aus Vietnam. Die Versammlung begann am Montag, 9 Januar, 2012 um 16.00 Uhr mit einer Reflexion über das Gelübde der Armut, von P. Sugino durchgeführt. Die nächsten zwei Tage waren ganz dem persönlichen Austausch und Berichten von verschiedenen Kommissionen und Gruppen gewidmet, beginnend mit der Berufungspastoral und endend mit den Ökonomen. Am vierten Tag war das Hauptthema in der morgendlichen Sitzung die Umsetzung des strategischen Plans für das Jahr 2012. Am Nachmittag spielten die Teilnehmer der Versammlung ein Fußballspiel gegen die Seminaristen. Das Spiel wurde wieder einmal von den Seminaristen gewonnen. Die fünfte und letzte Tag der Versammlung begann mit dem Bericht aus Vietnam, gefolgt von P. Sugino, der seine Beobachtungen in Bezug auf den philippinischen District und Informationen über die Gemeinschaft mitteilte. Am Nachmittag diskutierte die Gruppe den Jahresplan und einige andere dringende Angelegenheiten des Districts, der am 14. März 2012 offiziell eine Region werden wird. Die Versammlung endete mit der gemeinsamen Feier der heiligen Eucharistie unter dem Vorsitz von Fr. Paulus Sugino."
Samstag, 14. Januar 2012
Stubenechse
Guten Tag. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Krabbelmax und ich bin ein kleiner Gecko. Ich bewohne fast jedes Zimmer auf den Philippinen. Stellen Sie sich vor: Ich habe seit kurzen einen neuen Untermieter: Er ist nicht von hier sondern aus "Europa". Komischer Kerl, mit langer Nase und weißer Haut. Fressen kann ich ihn nicht, dafür ist der viel zu groß. Ich bevorzuge eher die Kleinen: Mosquitos, Fliegen und Ameisen. Die gibt es bei uns in Hülle und Fülle. Abends komme ich aus meinem Versteck unterm Bett hervor und renne die Wände hoch und runter. Oder ich warte stundenlang an der Decke auf meine Beute. Alles in allem bin ich sehr nützlich, sagen die Einheimischen. Mein großer Bruder sitzt meist draußen auf der Lauer und ruft ständig: GECKO - GECKO! Böse Zungen behaupten, er würde etwas ganz anderes meinen. So ein Unsinn.
Freitag, 6. Januar 2012
Matsch
Wie sieht es nun ca. 3 Wochen nach der Flutkatastrophe in Cagayan de Oro aus? Mein Foto zeigt die völlig verdreckten Möbel und Utensilien aus dem Haus der Kasang-Daughters. Die Flut stand über 2m hoch im Haus und erreichte auch den ersten Stock. Die dorthin gebrachten PC wurden von Wasser und Schlamm beschädigt. Plastikmöbel und ähnliches konnten mühevoll gereinigt werden. Auch viele Kleidungsstücke mussten einfach nur gewaschen werden. Allerdings sind alle Betten zerstört, ebenso die Küche. Noch heute steht der Schlamm etwa 50 cm tief im ganzen Gelände. Es gibt weder Wasser noch Strom, so dass mit der Reinigung der Gebäude gewartet werden muss. Die Mädchen sind alle im Formationshaus untergebracht. Ihnen geht es soweit gut. In diesen Tagen hat auch für sie wieder die Schule begonnen.
Tausende andere aber leben immer noch auf Schulhöfen in Zelten. Es fehlt an Wasser, sodass sich die Menschen auf dem Bürgersteig waschen müssen. Die Kirche versucht zu helfen, sofern das möglich ist. An einem Gedenkgottesdienst für die Opfer habe ich teilgenommen.
Samstag, 17. Dezember 2011
Sintflut
Bildquelle: Internet
Ich bitte alle Leser um Anteilnahme im Gebet.
19.12.11 Nachtrag
Wie ich gehört habe, musste das Haus der Kasang-Daughters nach Überflutung geräumt werden. Die Bewohnerinnen sind alle wohlauf und im Formationshaus untergekommen. Wie groß der materielle Schaden am Gebäude oder der Inneneinrichtung ist, weiß ich nicht (vermutlich erheblich). Die Zahl der Todesopfer hat sich insgesamt auf ca. 500 erhöht. Mir persönlich geht es sehr gut. Morgen werde ich mit den beiden Studenten nach Cagayan fahren und mir persönlich ein Bild von der Lage machen. Die Feiertage werde ich im Kreis der Mitbrüder verbringen.
Samstag, 10. Dezember 2011
Weihnacht unter Palmen
Christbaum aus Sternen im Peoples Park, Davao
Wie feiert man Weihnachten auf den Philippinen? Monate vor dem Fest beginnt man mit dem Dekorieren von Geschäften, Straßen, Häusern usw. (also wie bei uns in Deutschland). Typisch sind große Sterne aus Holz und Papier, wie man sie auf dem Bild sieht. Daneben gibt es aber auch Weihnachtsmänner, Leuchtreklamen und Kitsch aller Art. Die Radiosender spielen schon Wochen vor dem Fest amerikanische und europäische Weihnachtslieder. Viele Menschen besorgen Geschenke. Es soll auch eine Art Weihnachtsmarkt in Davao geben.
Die letzten 9 Tage vor Heiligabend wird in der Kirche vor Sonnenaufgang täglich die sog. Misa de Gallo gefeiert. Um 4 Uhr morgens sollen die katholischen Kirchen dann erneut voller Gläubiger sein. Möglicherweise kann man das mit dem Rorateamt bei uns vergleichen.
An Weihnachten selber geht man dann nach dem obligatorischen Kirchenbesuch nicht nach Hause zum Auspacken der Geschenke oder zu den lieben Verwandten. Nein, die Filipinos besuchen dann mit der ganzen Familie wieder einmal die klimatisierte Shopping Mall. Viele Geschäfte haben nämlich nicht nur sonntags sondern auch an Weihnachten geöffnet. Na denn, Frohe Weihnachten.
Dies ist der letzte Post im Jahr 2011. Im Januar geht es weiter...
Freitag, 2. Dezember 2011
Der alltägliche Höllentrip
Multicabs auf der Laurel Avenue vor der Redemptoristenkirche, Davao
Es ist heiß und unheimlich eng, es stinkt bestialisch nach Abgas, das ständige Gehupe und Geknatter ist wahnsinnig laut - was ist das? Eine Fahrt mit dem Multicab (Kleintransporter mit Sitzbänken) bzw. Jeepney (ursprünglich auf Jeep aufgebaut). Da es auf den Philippinen keine Stadtbusse gibt, übernehmen diese teils rollenden Schrotthaufen den öffentlichen Personennahverkehr.
Wie sieht eine Fahrt mit dem Jeepney aus: Man wartet einfach irgendwo an der Straße und hält Aussschau. Zahlreiche, hupende Jeepneys rollen vorüber. Winzige Schilder in der Windschutzscheibe (der einzigen Scheibe) verraten die Route des Fahrzeugs. Diese kann man in keiner Karte nachlesen. Auch die Einheimischen kennen die Routen meist nicht so genau. Wenn man den richtigen Wagen gefunden hat, hält man ihn durch Winken an, steigt mühsam hinten ein in der Hoffnung auf ausreichend Sitzplatz. Man bezahlt den Fahrer, während dieser gleichzeitig lenkt. Ist man am Ziel, klopft man an die Decke oder zischt mit den Lippen. Der Fahrer hält jederzeit sofort an. Eine einfache Fahrt mit dem Jeepney kostet nur 0,17 €.
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