Mission possible
P. Dr. Guido Telscher SCJ berichtet regelmäßig über seine Zeit auf den Philippinen.
Samstag, 18. Februar 2012
Geschafft
Br. Sergio (rechts) und Br. Jonathan SCJ, die beiden Studenten aus Brasilien, haben gestern ihren Tagalog-Kurs am Maryknoll Institute of Language and Culture beendet und ihre Urkunden überreicht bekommen. P. Benedito Machado (Mitte) war extra aus Cagayan de Oro zu der kleinen Feier angereist. Die Fahrt mit dem Bus dauert immerhin ca. 9 Stunden. Ganz links auf dem Bild sieht man einen der Lehrer. Bei ihm habe ich jeden Morgen in der ersten Stunde Grammatik...
Die Graduierung begann mit einer Eucharistiefeier auf Cebuano. Anschließend wurden von der Leiterin der Schule die Urkunden übergeben. Die beiden Graduierten haben sich schließlich in bestem Tagalog bedankt.
Noch am selben Abend sind die 3 Brasilianer mit dem Bus abgereist. Das bedeutet, dass ich die nächsten Monate alleine in Davao City verbringen werde, denn mein Cebuano-Kurs endet erst im Mai diesen Jahres.
Samstag, 11. Februar 2012
Kalt und flüssig
Was trinkt man auf den Philippinen? Es gibt natürlich Wasser zu trinken. Da man bei den tropischen Verhältnissen viel mehr schwitzt als in Deutschland, muss man auch entsprechend mehr trinken. Leitungswasser kann in der Regel nicht getrunken werden. Besser, man kauft Gallonen von Trinkwasser, die auf einen Spender gesetzt werden, der es kühlt oder erhitzt.
Typisch ist auch der Instantkaffee, bei dem das heiße Wasser aus dem Spender stammt. Wenn man Gäste hat oder eine Feier veranstaltet, dürfen Limonaden aller Art nicht fehlen. Und wenigstens ein gutes einheimisches Bier gibt es auch (siehe Bild. San Miguel war einmal eine Klosterbrauerei). Dies wird im Restaurant gern mit Eis serviert... Bei den Spirituosen sollte Rum erwähnt werden. Einheimischen Wein gibt es jedoch nicht. Der hier Konsumierte stammt meist aus Spanien oder Kalifornien.
Samstag, 4. Februar 2012
Heiß und fettig
Wie ist eigentlich das Essen auf den Philippinen? Sehr üppig und gut! Gibt es bei euch auch Hund zu essen? Nein. Das Grundnahrungsmittel der Filipinos ist gekochter Reis, den man morgens, mittags und abends verzehrt. An Fleischsorten isst man besonders häufig Schwein und Huhn. Bei Festen gibt es meist ein ganzes Spanferkel, Lechon genannt, als Hauptgang. Hier auf Mindanao isst man auch sehr viel Fisch und Meeresfrüchte. So gibt es manchmal zum Frühstück bereits gebratenen Fisch, was dem Europäer nicht so gefällt. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Tintenfisch, Muscheln und Krebse gegessen wie hier auf den Philippinen. Das Besondere an der hiesigen Küche sind natürlich die köstlichen Früchte, wie z.B. Bananen, Mango, Papaya, Ananas oder die riesigen Durian (Foto). Durian stinken widerlich, schmecken aber (etwas) besser. Wie sieht es mit Gewürzen aus? Die philippinische Küche ist nicht so scharf wie etwa die in Thailand oder Vietnam. Gerne wird Knoblauch und Soya verwendet, aber auch Pfeffer. Man isst übrigens nicht mit Messer und Gabel wie bei uns, sondern mit Gabel und Löffel, teils auch mit den Händen. Es gibt kaum eine Straße in der Stadt, an der man nicht irgendwo etwas zu essen kaufen könnte, sei es am Imbissstand oder im Fastfoodrestaurant. Hungern braucht hier keiner, wenn man ein paar Peso zur Hand hat. Ach ja: Und dann gibt es da auch noch Balut, angebrühtete Enteneier...
Freitag, 27. Januar 2012
Weihnachten XXL
Quelle: Wikipedia
Das berühmte Jesuskind von Cebu (spanisch: Santo Niño) aus dem 16. Jahrhundert ist eine kleine Holzfigur aus Spanien, die Ferdinand Magellan nach seiner Ankunft auf der Insel Cebu am 14. April 1521 der Frau des muslimischen Herrschers Raja Humabon schenkte, weil sich das Herrscherpaar und viele Untertanen taufen ließen. Kurz darauf starb Magellan am 27. April bei einer Schlacht auf der Nachbarinsel Mactan. 44 Jahren später eroberte Miguel López de Legazpi die Insel zurück und zerstörte das Dorf des Raja Tupas, einem Neffen des Raja Humabon. Die Holzfigur wurde dort trotz eines Feuers fast unversehrt gefunden. An der Fundstelle wurde die Basilica del Santo Niño als erste Kirche auf den Philippinen errichtet. Für das göttliche Kind wird an jedem 3. Sonntag im Januar, also diesmal am 15.1.2012, landesweit das Sinulog-Fest gefeiert. In Cebu gibt eine sehr große Prozession, die mehrere Stunden dauert und von Hundertausenden verfolgt wird. Die kleine Jesusfigur wird dabei durch die Straßen der Großstadt getragen. Die Verehrung des Jesuskindes hat also eine lange Tradition.
Das berühmte Jesuskind von Cebu (spanisch: Santo Niño) aus dem 16. Jahrhundert ist eine kleine Holzfigur aus Spanien, die Ferdinand Magellan nach seiner Ankunft auf der Insel Cebu am 14. April 1521 der Frau des muslimischen Herrschers Raja Humabon schenkte, weil sich das Herrscherpaar und viele Untertanen taufen ließen. Kurz darauf starb Magellan am 27. April bei einer Schlacht auf der Nachbarinsel Mactan. 44 Jahren später eroberte Miguel López de Legazpi die Insel zurück und zerstörte das Dorf des Raja Tupas, einem Neffen des Raja Humabon. Die Holzfigur wurde dort trotz eines Feuers fast unversehrt gefunden. An der Fundstelle wurde die Basilica del Santo Niño als erste Kirche auf den Philippinen errichtet. Für das göttliche Kind wird an jedem 3. Sonntag im Januar, also diesmal am 15.1.2012, landesweit das Sinulog-Fest gefeiert. In Cebu gibt eine sehr große Prozession, die mehrere Stunden dauert und von Hundertausenden verfolgt wird. Die kleine Jesusfigur wird dabei durch die Straßen der Großstadt getragen. Die Verehrung des Jesuskindes hat also eine lange Tradition.
Samstag, 21. Januar 2012
Versammelt
Links der neue Regionalobere P. Francis Pupkowski, bisher Hausoberer und Ökonom. Der folgende Bericht stammt von ihm:
"Vom 9. bis 13. Januar 2012 hielt der SCJ Philippine District seine Jahres-versammlung ab. Die Versammlung fand im Herz-Jesu-Formationshaus in Aluba, Cagayan de Oro City statt und wurde von 26 SCJs besucht. Unter den besonderen Teilnehmern an dieser Sitzung war Fr. Paulus Sugino, der Generalrat aus Rom, und ein Vertreter aus Vietnam. Die Versammlung begann am Montag, 9 Januar, 2012 um 16.00 Uhr mit einer Reflexion über das Gelübde der Armut, von P. Sugino durchgeführt. Die nächsten zwei Tage waren ganz dem persönlichen Austausch und Berichten von verschiedenen Kommissionen und Gruppen gewidmet, beginnend mit der Berufungspastoral und endend mit den Ökonomen. Am vierten Tag war das Hauptthema in der morgendlichen Sitzung die Umsetzung des strategischen Plans für das Jahr 2012. Am Nachmittag spielten die Teilnehmer der Versammlung ein Fußballspiel gegen die Seminaristen. Das Spiel wurde wieder einmal von den Seminaristen gewonnen. Die fünfte und letzte Tag der Versammlung begann mit dem Bericht aus Vietnam, gefolgt von P. Sugino, der seine Beobachtungen in Bezug auf den philippinischen District und Informationen über die Gemeinschaft mitteilte. Am Nachmittag diskutierte die Gruppe den Jahresplan und einige andere dringende Angelegenheiten des Districts, der am 14. März 2012 offiziell eine Region werden wird. Die Versammlung endete mit der gemeinsamen Feier der heiligen Eucharistie unter dem Vorsitz von Fr. Paulus Sugino."
Samstag, 14. Januar 2012
Stubenechse
Guten Tag. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Krabbelmax und ich bin ein kleiner Gecko. Ich bewohne fast jedes Zimmer auf den Philippinen. Stellen Sie sich vor: Ich habe seit kurzen einen neuen Untermieter: Er ist nicht von hier sondern aus "Europa". Komischer Kerl, mit langer Nase und weißer Haut. Fressen kann ich ihn nicht, dafür ist der viel zu groß. Ich bevorzuge eher die Kleinen: Mosquitos, Fliegen und Ameisen. Die gibt es bei uns in Hülle und Fülle. Abends komme ich aus meinem Versteck unterm Bett hervor und renne die Wände hoch und runter. Oder ich warte stundenlang an der Decke auf meine Beute. Alles in allem bin ich sehr nützlich, sagen die Einheimischen. Mein großer Bruder sitzt meist draußen auf der Lauer und ruft ständig: GECKO - GECKO! Böse Zungen behaupten, er würde etwas ganz anderes meinen. So ein Unsinn.
Freitag, 6. Januar 2012
Matsch
Wie sieht es nun ca. 3 Wochen nach der Flutkatastrophe in Cagayan de Oro aus? Mein Foto zeigt die völlig verdreckten Möbel und Utensilien aus dem Haus der Kasang-Daughters. Die Flut stand über 2m hoch im Haus und erreichte auch den ersten Stock. Die dorthin gebrachten PC wurden von Wasser und Schlamm beschädigt. Plastikmöbel und ähnliches konnten mühevoll gereinigt werden. Auch viele Kleidungsstücke mussten einfach nur gewaschen werden. Allerdings sind alle Betten zerstört, ebenso die Küche. Noch heute steht der Schlamm etwa 50 cm tief im ganzen Gelände. Es gibt weder Wasser noch Strom, so dass mit der Reinigung der Gebäude gewartet werden muss. Die Mädchen sind alle im Formationshaus untergebracht. Ihnen geht es soweit gut. In diesen Tagen hat auch für sie wieder die Schule begonnen.
Tausende andere aber leben immer noch auf Schulhöfen in Zelten. Es fehlt an Wasser, sodass sich die Menschen auf dem Bürgersteig waschen müssen. Die Kirche versucht zu helfen, sofern das möglich ist. An einem Gedenkgottesdienst für die Opfer habe ich teilgenommen.
Abonnieren
Posts (Atom)


