Aus dem Leben eines Ordensmanns

P. Dr. Guido Telscher SCJ stellt Leben und Arbeit im Herz-Jesu-Kloster Handrup vor.

Dienstag, November 24, 2009

Wie geht es weiter?


Die Mitbrüder der Häuser Handrup, Oberhausen und Bonn haben sich neulich zu einer eintägigen Klausursitzung getroffen. Thema war u.a., ob es möglich ist, eine neue Niederlassung zu eröffnen. Dieser Plan fand bei der Mehrheit der Teilnehmer generell Zustimmung. Wichtig ist uns dabei die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Provinzen, aber auch mit Laien. So können wir - trotz der stetig weniger werdenden deutschen Mitbrüder - eine Zukunft haben und in Gesellschaft und Kirche wirken.

Dienstag, Oktober 20, 2009

Geweiht





Diakonenweihe von Christoph Kübler SCJ durch Bischof Teemu Sippo SCJ in Maria Martental


Neben vielen anderen Arbeitgebern "bieten" auch die Kirchen Berufe und Arbeitsplätze an: Priester, Diakon, Ordensmann, Ordensfrau, Pastoral- und Gemeindereferent(in), Religionslehrer(in), Berufe im caritativen Bereich usw. Sind das Berufe / Jobs wie alle anderen auch? Wohl kaum, das Geldverdienen steht nicht im Vordergrund und darf es auch nicht. Es geht auch nicht um Waren, mit denen gehandelt wird.

Der eigentliche Arbeitgeber ist nicht der Pfarrer oder der Bischof sondern Christus selber. Er beruft Menschen in seinen Dienst am Reich Gottes. Er weiß, dass es verschiedenste Charismen gibt. Nicht jeder ist zum Priestertum berufen oder zum Ordensleben, nicht jede will ausschließlich mit Kindern zu tun haben oder in Pfarreien Dienst tun.

Und doch ist die Berufung dieselbe: Jesus Christus ruft immer wieder und auch heute junge und ältere Männer und Frauen, für ihn zu arbeiten und sich mit ganzer Kraft einzusetzen.

Bist auch DU berufen? Finde es heraus! Wie das geht? Schau, wohin Gott dich führen will. Lass dich dahin leiten, wo du am meisten innere Ruhe findest. Gott schreit nicht, sein Ruf ist ganz leise. In der Stille des Gebets kannst du ihn vernehmen.

Suche das Gespräch mit Menschen, die bereits im Dienst der Kirche stehen. Lass dich beraten.

Montag, September 21, 2009

Baustelle Leoninum II



Da ist er - der fast fertige neue Busbahnhof. Man kann schon deutlich die Haltestellen der Busse erkennen. Auch die Lehrerparkplätze, die rechts neben dem Busbahnhof angesiedelt sind, könnten in den kommenden Wochen fertig gestellt werden.

Als zusätzliche Baumaßnahme wird nun auch noch der Trakt mit den Räumen der Naturwissenschaften renoviert. Dank entsprechender Zuschüsse des Bundes, der Diözese und des Landes Niedersachsen können diese Projekte finanziert werden.

Samstag, August 22, 2009

Sich ein Bild machen



Was ist das Wichtigste für den christlichen Glauben? - Es ist ein konkreter Mensch: Jesus von Nazareth, genannt der Gesalbte, Messias (Christus). Wir haben alle uns längst ein Bild von ihm gemacht - durch die Erziehung, durch die Verkündigung, durch Medien usw. Stimmt unser eigenes Bild aber mit der Realität (des Glaubens) überein? Was wissen wir wirklich über den Mann aus Galiläa? Was ist nachösterliche Gemeindebildung? Wie kann man die altkirchlichen Konzilien heute verständlicher machen, die über das Verhältnis von Gott und Mensch in Jesus Christus nachgedacht haben? Wer ist Jesus für mich heute? Wie könnte der Glaube an ihn mein Leben verändern?

Montag, Juli 20, 2009

Baustelle Leoninum



Der Busbahnhof wird derzeit aus Sicherheitsgründen vom Schulhof an die Landstraße von Berge nach Lengerich verlegt. Das hat den Vorteil, dass Pkw und Busse dann nicht mehr mitten über das Schulgelände fahren können.
Der Schuppen links im Bild wird versetzt, die alte Baracke (rechts) muss leider auch ganz weichen. Das alte Freibad, was seit Jahren nicht mehr benutzt werden konnte, wird ebenso entfernt.

Die Sicherheit der Schüler geht uns vor.

Donnerstag, Juni 18, 2009

Hoffen auf morgen


Pius Portus (Entwurf einer Utopie von Schülern des Gymnasium Leoninum, Klasse 12)

Es wird einmal in sehr ferner Zeit sein, dass die Welt durch das Verschulden der Menschheit untergeht, als Folge von vielen Kriegen und Umweltverschmutzung. Doch ein paar Menschen, unter ihnen erlesene Philosophen, Männer, Frauen und Kinder, erkannten die Gefahr und starteten rechtzeitig mit ihrem Raumschiff, das sie „Arche“ nannten. So irrten sie ziellos durchs Weltall, immer noch geschockt von den Katastrophen und berieten, was man in Zukunft besser machen könnte. In der „alten Welt“ hatte man sich von Gott abgewandt, woraus Gewalt, Neid, Missgunst und schließlich Krieg resultierten. Außerdem wurde man von Diktatoren beherrscht, die alles Lebensnotwendige in ihrer Hand hielten. Diktaturen kämpften gegeneinander und gegen den inneren Verfall. Deswegen beschloss die Besatzung der „Arche“ nach etwas Höherem zu streben und ihr materielles Machtdenken abzulegen.

Es war gerade drei Uhr nachmittags, als sie sich auf ein neues, erfolgversprechendes Konzept geeinigt hatten, als ein unbekannter Planet auf ihren Scannern erschien. Kurzer Hand entschlossen sie sich, den Planeten anzusteuern, denn er schien perfekt für einen Neubeginn zu sein. Jedoch verschwand er nach wenigen Sekunden wieder. Doch sie hielten ihre Route trotzdem bei, darauf vertrauend, dass Gott ihnen in dieser heiligen Stunde mit dem Bild des Planeten den Weg weisen wollte. Schon nach kurzer Zeit durch stießen sie die Atmosphäre und vor ihnen tat sich ein wundervoller Blick auf die wunderschöne Landschaft des neuen Planten auf. Sie nannten ihn „Pius Portus“, weil sie sich nach einem sicheren Hafen und Gottes Nähe sehnten. Sofort begannen sie ihr Konzept ,das sie nach Gottes Vorstellungen und Regeln und auch aus ihrer Erfahrung mit dem Niedergang der alten Welt erstellt hatten.

2 Jahre später

Ihr damals erarbeitetes Konzept ist vollends aufgegangen und noch immer leben sie friedlich und glücklich. Nichts ist mehr von Verzweiflung und Gewalt der „alten Welt“ zu sehen. Durch die Tarnung des Planeten sind sie vor negativen Einflüssen der Außenwelt geschützt und niemand Fremdes ist bis jetzt dort eingedrungen. Die Menschen haben sich in Hausgemeinschaften, die aus mehreren Familien bestehen, aufgeteilt, in denen sie auch Arme, Kranke und Kinder integrieren. Jeder fühlt sich für jeden verantwortlich und jeder lebt nach dem Ideal der vollendeten Nächstenliebe. Jede der Hausgemeinschaften stellt einen Vorsitzenden, oftmals den mit der meisten Lebenserfahrung, sodass aus jeder Hausgemeinschaft einer bei der Staatsführung mit spricht. Wenn neue Gesetze oder Regeln festgelegt werden sollen, muss dieses erst durch eine Volksabstimmung abgesichert werden.

Jeden Sonntag findet für alle Hausgemeinschaften gemeinsam ein Gottesdienst statt. An den Sonntagen, an denen wirklich alle Bewohner des Planeten zusammenkommen, arbeitet keiner, der Tag gehört voll und ganz den Familien. Das Leben verläuft nach christlichen Vorstellungen und alle kommen dankend zusammen, weil sie wissen, dass Gott sie aus der „alten Welt“ errettet hat und ihnen eine neue Chance gab.

Dem Priester fällt somit eine wichtige Aufgabe zu, da er dafür sorgen muss, dass diese Werte nicht vergessen werden. Er ist für alle verantwortlich und gehört so auch keiner Hausgemeinschaft an, um sich voll und ganz auf seine Aufgabe konzentrieren zu können.

Die Zufriedenheit der Bürger beruht auch darauf, dass alle einer Arbeit nachgehen können. Dabei ist jede Hausgemeinschaft jede Woche für ein anderes Berufsgebiet verantwortlich, sodass die Arbeit nie eintönig wird und keiner benachteiligt ist. Weitere Vorteile dieser Arbeitsteilung sind auch, dass die Kinder von Anfang an eine weitreichende Bildung bzw. Ausbildung erlangen und so ihre geistigen Fähigkeiten schon von Geburt an vollkommen ausgeschöpft werden.

Die produzierten Güter werden auf alle Hausgemeinschaften gerecht aufgeteilt. Für diese Verteilung und Verwaltung ist ebenfalls jede Woche eine andere Hausgemeinschaft zuständig. Obwohl alle gleich gestellt sind, ist trotzdem Individualität vorhanden, die sich besonders in der Gestaltung der Freizeit ausprägt. Jeder hat nach seiner Arbeit, die sich auf eine Zeit von ca. 6-7 Stunden beläuft, Zeit, den Dingen nachzugehen, die er für wichtig hält und die ihm Spaß machen. In dieser Zeit kann auch Wissenschaften nachgegangen werden, sodass technischer Fortschritt allein auf freiwilliger Begeisterung basierend gesichert ist. Besonderen Wert legen die Bewohner des „Pius Portus“ auf den Schutz der Umwelt, denn sie habe auch diesbezüglich aus der „alten Welt“ gelernt.

Wird es wirklich jemals eine derartige Utopie geben? Denn es ist sehr fraglich, ob die Menschen es jemals schaffen werden, die Nächstenliebe als höchstes Gut der Gesellschaft anzusehen. Ein derartiger Verzicht auf Gewalt und Missgunst würde uns in einen Zustand bringen, in dem wir jedes Problem lösen könnten und auch diese Welt zu einem besseren Ort, einem „Pius Portus“, wandeln.

Donnerstag, Mai 28, 2009

Gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen







Pfingsten
- Abschluss der Osterzeit
- Kommen des Heiligen Geistes
- göttliche Energie in unseren Herzen und in der Kirche






P. José Ornelas Carvalho wurde mit großer Mehrheit für weitere sechs Jahre in seinem Amt als Generaloberer der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) bestätigt. P. José wurde vor 55 Jahren auf der portugiesischen Insel Madeira geboren; mit der Gelübdeablegung im Jahre 1972 wurde er Mitglied der Ordens-gemeinschaft. 1981 wurde er zum Priester geweiht. Promoviert zum Doktor der biblischen Theologie, war er bis zu seiner ersten Wahl zum Generaloberen im Jahre 2003, Dozent an der katholischen Universität von Lissabon in Portugal, Sekretär der theologischen Fakultät und Ausbilder im dehonianischen Seminar von Alfragide. Mehr zu der Wahl hier.