Aus dem Leben eines Ordensmanns

P. Dr. Guido Telscher SCJ stellt Leben und Arbeit im Herz-Jesu-Kloster Handrup vor.

Donnerstag, Juni 18, 2009

Hoffen auf morgen


Pius Portus (Entwurf einer Utopie von Schülern des Gymnasium Leoninum, Klasse 12)

Es wird einmal in sehr ferner Zeit sein, dass die Welt durch das Verschulden der Menschheit untergeht, als Folge von vielen Kriegen und Umweltverschmutzung. Doch ein paar Menschen, unter ihnen erlesene Philosophen, Männer, Frauen und Kinder, erkannten die Gefahr und starteten rechtzeitig mit ihrem Raumschiff, das sie „Arche“ nannten. So irrten sie ziellos durchs Weltall, immer noch geschockt von den Katastrophen und berieten, was man in Zukunft besser machen könnte. In der „alten Welt“ hatte man sich von Gott abgewandt, woraus Gewalt, Neid, Missgunst und schließlich Krieg resultierten. Außerdem wurde man von Diktatoren beherrscht, die alles Lebensnotwendige in ihrer Hand hielten. Diktaturen kämpften gegeneinander und gegen den inneren Verfall. Deswegen beschloss die Besatzung der „Arche“ nach etwas Höherem zu streben und ihr materielles Machtdenken abzulegen.

Es war gerade drei Uhr nachmittags, als sie sich auf ein neues, erfolgversprechendes Konzept geeinigt hatten, als ein unbekannter Planet auf ihren Scannern erschien. Kurzer Hand entschlossen sie sich, den Planeten anzusteuern, denn er schien perfekt für einen Neubeginn zu sein. Jedoch verschwand er nach wenigen Sekunden wieder. Doch sie hielten ihre Route trotzdem bei, darauf vertrauend, dass Gott ihnen in dieser heiligen Stunde mit dem Bild des Planeten den Weg weisen wollte. Schon nach kurzer Zeit durch stießen sie die Atmosphäre und vor ihnen tat sich ein wundervoller Blick auf die wunderschöne Landschaft des neuen Planten auf. Sie nannten ihn „Pius Portus“, weil sie sich nach einem sicheren Hafen und Gottes Nähe sehnten. Sofort begannen sie ihr Konzept ,das sie nach Gottes Vorstellungen und Regeln und auch aus ihrer Erfahrung mit dem Niedergang der alten Welt erstellt hatten.

2 Jahre später

Ihr damals erarbeitetes Konzept ist vollends aufgegangen und noch immer leben sie friedlich und glücklich. Nichts ist mehr von Verzweiflung und Gewalt der „alten Welt“ zu sehen. Durch die Tarnung des Planeten sind sie vor negativen Einflüssen der Außenwelt geschützt und niemand Fremdes ist bis jetzt dort eingedrungen. Die Menschen haben sich in Hausgemeinschaften, die aus mehreren Familien bestehen, aufgeteilt, in denen sie auch Arme, Kranke und Kinder integrieren. Jeder fühlt sich für jeden verantwortlich und jeder lebt nach dem Ideal der vollendeten Nächstenliebe. Jede der Hausgemeinschaften stellt einen Vorsitzenden, oftmals den mit der meisten Lebenserfahrung, sodass aus jeder Hausgemeinschaft einer bei der Staatsführung mit spricht. Wenn neue Gesetze oder Regeln festgelegt werden sollen, muss dieses erst durch eine Volksabstimmung abgesichert werden.

Jeden Sonntag findet für alle Hausgemeinschaften gemeinsam ein Gottesdienst statt. An den Sonntagen, an denen wirklich alle Bewohner des Planeten zusammenkommen, arbeitet keiner, der Tag gehört voll und ganz den Familien. Das Leben verläuft nach christlichen Vorstellungen und alle kommen dankend zusammen, weil sie wissen, dass Gott sie aus der „alten Welt“ errettet hat und ihnen eine neue Chance gab.

Dem Priester fällt somit eine wichtige Aufgabe zu, da er dafür sorgen muss, dass diese Werte nicht vergessen werden. Er ist für alle verantwortlich und gehört so auch keiner Hausgemeinschaft an, um sich voll und ganz auf seine Aufgabe konzentrieren zu können.

Die Zufriedenheit der Bürger beruht auch darauf, dass alle einer Arbeit nachgehen können. Dabei ist jede Hausgemeinschaft jede Woche für ein anderes Berufsgebiet verantwortlich, sodass die Arbeit nie eintönig wird und keiner benachteiligt ist. Weitere Vorteile dieser Arbeitsteilung sind auch, dass die Kinder von Anfang an eine weitreichende Bildung bzw. Ausbildung erlangen und so ihre geistigen Fähigkeiten schon von Geburt an vollkommen ausgeschöpft werden.

Die produzierten Güter werden auf alle Hausgemeinschaften gerecht aufgeteilt. Für diese Verteilung und Verwaltung ist ebenfalls jede Woche eine andere Hausgemeinschaft zuständig. Obwohl alle gleich gestellt sind, ist trotzdem Individualität vorhanden, die sich besonders in der Gestaltung der Freizeit ausprägt. Jeder hat nach seiner Arbeit, die sich auf eine Zeit von ca. 6-7 Stunden beläuft, Zeit, den Dingen nachzugehen, die er für wichtig hält und die ihm Spaß machen. In dieser Zeit kann auch Wissenschaften nachgegangen werden, sodass technischer Fortschritt allein auf freiwilliger Begeisterung basierend gesichert ist. Besonderen Wert legen die Bewohner des „Pius Portus“ auf den Schutz der Umwelt, denn sie habe auch diesbezüglich aus der „alten Welt“ gelernt.

Wird es wirklich jemals eine derartige Utopie geben? Denn es ist sehr fraglich, ob die Menschen es jemals schaffen werden, die Nächstenliebe als höchstes Gut der Gesellschaft anzusehen. Ein derartiger Verzicht auf Gewalt und Missgunst würde uns in einen Zustand bringen, in dem wir jedes Problem lösen könnten und auch diese Welt zu einem besseren Ort, einem „Pius Portus“, wandeln.

Donnerstag, Mai 28, 2009

Gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen







Pfingsten
- Abschluss der Osterzeit
- Kommen des Heiligen Geistes
- göttliche Energie in unseren Herzen und in der Kirche






P. José Ornelas Carvalho wurde mit großer Mehrheit für weitere sechs Jahre in seinem Amt als Generaloberer der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer) bestätigt. P. José wurde vor 55 Jahren auf der portugiesischen Insel Madeira geboren; mit der Gelübdeablegung im Jahre 1972 wurde er Mitglied der Ordens-gemeinschaft. 1981 wurde er zum Priester geweiht. Promoviert zum Doktor der biblischen Theologie, war er bis zu seiner ersten Wahl zum Generaloberen im Jahre 2003, Dozent an der katholischen Universität von Lissabon in Portugal, Sekretär der theologischen Fakultät und Ausbilder im dehonianischen Seminar von Alfragide. Mehr zu der Wahl hier.

Dienstag, April 28, 2009

22. Generalkapitel in Rom, Mai 2009

Dies ist die Hymne des Generalkapitels:
(Download im MP3-Format bei Klick auf die Überschrift)


CARITAS CHRISTI
P. José Fernandes de Oliveira, scj e P. João Carlos Almeida, scj

Haurietis aquas in gaudio
De fontibus Salvatoris (2x) (Jes 12,3)

Caritas Christi urget nos (2Cor 5,14)
Caritas Christi urget nos
Cor unum sumus in eo (Apg 4,32)
Caritas Christi urget nos


Oportet Illum regnare (1 Cor 15, 25)
- Dives in misericordia - (Eph 2,4)
Cor Christi Redemptoris
Oportet Illum regnare

Quod autem nunc vivo in carne (Gal 2,20)
In Corde Christi vivo
Vivo autem non ego
Vere in me Christus vivit

Übersetzung:

Schöpft Wasser in Freude aus den Quellen der Erlösung.

Die Liebe Christi drängt uns, ein Herz sind wir in ihm.

Ihm gebührt die Herrschaft.

Reich an Erbarmen ist das Herz Christi, des Erlösers.

Ihm gebührt die Herrschaft.

Soweit ich noch lebe im Fleisch, lebe ich im Herzen Christi,

nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.



Sonntag, März 29, 2009

Verstärkung


P. Heinrich Westendorf SCJ




P. Westendorf (81) hilft im Handruper Ökonomat mit. Der ehemalige Provinzial und Provinzökonom ergänzt das Team um Frau Annette Hömme und Herrn Stefan Hömme. Dabei unterstüzt er mich mit seiner reichen Erfahrung.

Sonntag, Februar 22, 2009

Das Ganze

Eine Gotteslehre für Jugendliche, geschrieben von den Handruper Schülern Andree Burke, Sarah Coroneo, Franziska Behnke, Moritz Denker, Simon Steinkamp und Julia Thien (gekürzt):

Sophia nimmt widerwillig mit ihren Eltern an einem sonntäglichen Gottesdienst teil. Während des Glaubensbekenntnisses denkt sie über "Gott" nach. An einen Gott in drei Personen kann sie nicht glauben.

Als die Messe dann endlich vorüber war, stieg Sophia zu ihren Eltern ins Auto. Wie jeden Sonntag wollten sie auch heute wieder im Wald spazieren gehen. Auf der Fahrt fing Sophia wieder an: „Ich will nicht gefirmt werden!“ „Das gehört sich aber so, da wird jetzt gar nicht drüber diskutiert.“ Den Rest der Autofahrt über schwiegen sie alle drei. Im Wald fing Sophia erneut an: „Es gibt keinen Gott! Und deshalb hab ich auch keine Lust gefirmt zu werden!“ „Jetzt reicht es aber-“, erklärte ihr Vater ausdrücklich „Alle lassen sich firmen und so auch du.“ Sophia wusste, dass sie keine Chance hatte. Es war wahrscheinlich besser es einfach dabei zu belassen. Plötzlich sah Sophia einen Frosch durch die Gegend hüpfen. Sie hatte immer eine eins im Biologieunterricht bekommen, weil sie sich sehr für die Natur und Tiere interessierte. Neulich hatte ihr Lehrer erzählt, dass Frösche nur mit geschlossenen Augen schlucken können. Das musste sie sehen! Nur wo war der Frosch hin? Ihre Eltern waren schon ein ganzes Stück voraus, als sie den Weg verließ und dem Frosch bis tief in den Wald hinein verfolgte. Er war kurz vor ihr. Sie streckte die Hand aus, um nach ihm zu greifen. Er sprang davon und hopste in Richtung eines Sees. Ein Hüpfer noch. Sophia versuchte noch ihn mit einem Hechtsprung zu erwischen. Vergebens. Der Frosch war verschwunden. Plötzlich fiel Sophia auf, dass sie ganz allein war. Der Wald wirkte groß und bedrohlich: Wer weiß schon, was hier für Tiere leben? Sophia dachte an Wölfe und Bären, die sie fressen könnten. Und ihre Eltern waren mit Sicherheit schon über alle Berge. Die dachten mit Sicherheit, sie hätte sich nur versteckt, um sie zu ärgern. Sophia hatte schreckliche Angst. Sie setzte sich auf den Boden und wartete.

Irgendwie musste sie eingeschlafen sein. Sie merkt, dass ihr Gesicht mit Tränen benetzt ist. Was ist los, Sophia?“ Wer ist da?“, fragt sie ängstlich. Ich stehe direkt vor deiner Nase!“ Sophia schaut vor ihre Füße. Das ist absolut unmöglich, aber warum sollte es nicht stimmen? Der Frosch fragt erneut: „Was ist los, Sophia?“ Komischerweise wirkt sie nicht geschockt oder angespannt, weil ein Frosch mit ihr spricht, sondern Antwortet ganz ruhig: „Ich bin ganz allein. Ich habe mich im Wald verlaufen und meine Eltern haben mich noch nicht gefunden- wenn sie überhaupt nach mir suchen.“ Aber deshalb bist du doch noch lange nicht allein. Warst du nicht heute noch in der Kirche?“ Sophia dachte gar nicht erst darüber nach, woher der Frosch das wusste, sie hatte sich immerhin auch nicht gefragt, warum er sprechen kann. „Ja“, antwortet sie kurz. Kannst du dich noch an das Glaubensbekenntnis erinnern?“ Ja: Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen-“ Glaubst du wirklich an Gott?“ Sophia zögert. Sie hatte die Leute, die an Gott glauben immer für bescheuert gehalten, aber jetzt wo sie so allein ist, weiß sie plötzlich ganz genau, warum Gott manchmal als ein liebender Vater bezeichnet wurde. Sie spürt plötzlich so etwas wie Wärme in sich. „Ich habe nie gelernt zu glauben, aber ich will es.“ Dann will ich es dir erklären: Gott ist der Vater aller Menschen, weil er so viel Liebe spendet, wie der Vater eines Kindes. Er wird manchmal auch als Hirte bezeichnet, der seine Schafe hütet. Wenn ihm eines seiner Schafe verloren geht, wird er alles tun, um es zurück zu holen. Er ist allmächtig, denn sonst könnte er sich kaum um alle Menschen gleichzeitig kümmern. Es gehen schließlich immer wieder Schafe verloren, die es zu finden gilt. Gott hat uns den Himmel und die Erde gegeben, damit wir uns um sie kümmern können. Er liebt uns so sehr, dass er immer bei uns ist und uns ein Leben nach dem Tod verspricht. Weißt du, es geht nicht darum was manche Naturwissenschaftler über die Entstehung der Erde sagen, sondern als Christ musst du verstehen können, dass es verschiedene Wahrheiten gibt. Kein Naturwissenschaftler wird dir sagen, dass die Erde in sieben Tagen geschaffen wurde, aber ein Christ kann dir sagen, dass Gott uns damit unseren Wochenalltag vorgibt, indem er uns vormacht, was wir tun sollen. Wir sollen sechs Tage lang schaffen und arbeiten, so wie er geschaffen und gearbeitet hat und am siebten Tag sollen wir ruhen, so wie er geruht hat. Wie Gott die Erde konkret geschaffen hat, steht gar nicht in der Bibel. Das weiß kein Mensch.“ Von der Seit hatte Sophia Gott noch gar nicht betrachtet. Sie ist immer davon ausgegangen, dass die Christen es absolut ernst meinten mit den sieben Tagen. Aber Liebe?! Gott liebt die Menschen also wie ein Vater. Vater wird man nur, wenn man ein Kind geschaffen hat. Hatte Gott nicht auch die Menschen geschaffen? Ja, natürlich. Und damit ist er natürlich auch der Vater von allen Menschen. „Du meinst also, dass Gott uns alle so sehr liebt wie mein Vater mich auch liebt?“ Ja, er geht sogar noch weiter!“, antwortet der Frosch „Damit die Menschen überhaupt die Botschaft Gottes erkennen können, hat er seinen Sohn Jesus Christus, der sozusagen ein Teil von Gott selbst ist, Mensch werden lassen und ihn zu uns geschickt.“ Und was ist seine Botschaft?“, fragt Sophia interessiert. Seine Botschaft, oder sein Auftrag ist die Liebe. Jesus Christus war so etwas wie ein Botschafter oder Diplomat, der Gottes Liebe den Menschen direkt zeigen sollte. Zur damaligen Zeit war das allerdings schwieriger als du jetzt denkst: Damals wurde jeder Streit mit Krieg und Gewalt gelöst, deshalb war es auch so schwierig für Jesus den Menschen klar zu machen, dass Gott sie liebt und sie diese Liebe weitergeben sollen. Jesus hat seinen Auftrag sehr ernst genommen. Er hat sein eigenes Leben dafür hingegeben, um den Menschen diese Liebe zu zeigen. Du weißt, dass Jesus von Pontius Pilatus zum Tode verurteilt wurde und qualvoll am Kreuz gestorben ist?“ Sophia nickt stumm. Weißt du auch, warum das passiert ist?“Leider nicht“, antwortet Sophia etwas beschämt. Jesus hat die alten Schriften, die das Fundament für den Glauben der Juden sind, erneuert und erweitert. Manche Juden waren damit natürlich nicht einverstanden und suchten sich deshalb einen Grund, um Jesus anklagen zu können. Kurz bevor Jesus starb, hat er noch für die gebetet, die ihn gequält hatten: Vater, bitte vergib ihnen, sie wissen nicht was sie tun; hat er gesagt. Kannst du dir eigentlich vorstellen, wie sehr er die Menschen geliebt hat?“ Sophia wird plötzlich klar, was das bedeutet. Wenn sie in der Schule geärgert wurde, war sie danach erstmal beleidigt und wollte nichts mit ihrem Widersacher zu tun haben. Aber Jesus hatte vielmehr durchlitten, als einen Witz auf seine Kosten: Er wurde gefoltert. „Ja, er musste unendlich lieben können.“, bemerkt sie. Also Jesus hat den Menschen Liebe vor gelebt, er ist so etwas wie ein Vorbild für euch Menschen.“Nah gut, aber das ist jetzt immerhin zweitausend Jahre her, woher wissen wir denn, dass das stimmt?“, kritisiert Sophia. Ich bin ja auch noch nicht ganz fertig mit meiner Erklärung. Hast du schon einmal etwas über Pfingsten gehört?“ Ja.“, sagte Sophia leise, „aber ich weiß nicht wirklich was es ist.“ An Pfingsten hat Jesus den Heiligen Geist in diese Welt gebracht. Er ist auf seine Jünger übergegangen, die ihn bis heute weitergegeben haben. Der Heilige Geist ist sozusagen der Nachhall der Botschaft von Jesus. Er verbindet die Menschen miteinander durch das Band der Liebe. Aber er verbindet auch Gott und die Menschen. Weißt du, Sophia, Gott ist wie eine Tankstelle für Liebe und der Heilige Geist ist der Schlauch. Jesus Christus können wir uns sehr gut vorstellen. Er gibt den Menschen Sicherheit im Glauben. Der Heilige Geist ist sehr schwierig zu verstehen, aber du weißt durch deine Empfindungen gegenüber anderen Menschen, dass er da ist. Auch andere Menschen spüren den Heiligen Geist, auch wenn sie nicht an Gott glauben, aber sie verstehen es nicht. Für sie ist es häufig nur irgendeine zwischenmenschliche Beziehung. Für dich macht der heilige Geist deinen Auftrag deutlich einfacher, denn er führt die Menschen zusammen und du kannst ihnen die Liebe zeigen, die Menschen geben können, die aber auch von Gott kommt.“ Sophia denkt lange nach bevor sie antworten kann. Es ist ja irgendwie schon oft so gewesen, dass sie ganz automatisch mit anderen gut klar kam. Mit ihren Freunden konnte Sophia auch immer gut reden und Spaß haben und das hatte für sie bislang nie einen Grund gehabt. „Ja, es ist wahr. Das System hat keine Lücken. Und es ist alles einfach nur die Liebe?“ Ja“, antwortet der Frosch ein letztes mal, „es ist nur die Liebe, die in deinem Leben wichtig ist. Wenn du die Menschen und Gott liebst, dann wirst du immer glücklich sein.“

Langsam löst sich der Frosch auf und Sophia wacht auf. Sie weiß: Das war nicht nur ein Traum, das war mehr. Sophia wird ihre Eltern finden und sich mit ihnen versöhnen. Sie wird sich firmen lassen und wöchentlich zur Kirche gehen, immer mit einem Grinsen auf den Lippen. Sophia wird viel in der Bibel lesen und immer mehr von der Liebe verstehen. Sie wird viel Liebe von Gott empfangen und genauso viel an die Menschen weitergeben. Sophia wird ein sehr glückliches Leben führen, in dem sie sich um nichts Sorgen machen muss, weil sie weiß, dass Gott ihr immer genug Liebe gibt, um glücklich zu sein. Sie wird lange Leben und irgendwann sterben, mit einem Lächeln im Gesicht, weil sie weiß, dass sie keine Angst haben muss vor dem was kommen wird und weil sie weiß, dass sie Gutes hinterlässt.

Weisheit ist nicht Wissen, sondern Erkenntnis.

Freitag, Januar 23, 2009

Leitbild unserer Schule




Wir, das Gymnasium Leoninum Handrup
in Trägerschaft der Herz-Jesu-Priester,
sind eine freie, staatlich anerkannte,
katholische Schule mit ökumenischem Geist.
Handrup ist mehr als Schule!



1. Wir sind Christen – mit gutem Grund!
„Menschen bildet man heran, nicht, indem man sie zwingt, sondern indem man sie anregt.“ Geprägt sind wir als freie Schule von unserem christlichen Menschenbild. Wir leben den Glauben gemeinsam, lassen uns vom Geist Gottes leiten. Die Ideen unseres Ordensgründers Pater Leo Dehon sind für uns maßgebend.
2. Komm mit!
Schule heißt für uns, auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt einen Lebensabschnitt gemeinsam zu gehen.
3. Du bist uns wichtig!
Erziehung kann nur gelingen, wenn die Liebe zu den Kindern und Jugendlichen die Grundlage bildet. Unsere Schule versteht sich als Erziehungsgemeinschaft aus Eltern, Schülern und Lehrern.
4. Misch Dich ein!
Bildung verstehen wir ganzheitlich. Wir möchten, dass die Schülerinnen und Schüler sich in die Gesellschaft einmischen, sich als politische Menschen verstehen und für das Gemeinwesen eine soziale Verantwortung übernehmen.
5. Wir nehmen Dich an!
Leben aus dem Glauben heißt für uns Toleranz, nicht Beliebigkeit. Wir akzeptieren den anderen so, wie er ist.
6. Friede sei mit Dir!
Leben aus dem Glauben bedeutet für uns auch die Ablehnung von Gewalt. Wir tun alles dafür, dass die jungen Menschen unsere Schule gewaltfrei erleben.
7. Zeig, was in Dir steckt!
Schule heißt für uns, die eigenen Talente zu entdecken und zu entfalten. Wir weiten den Blick, deshalb sind für uns Beziehungen zu Schulen im Ausland und internationale Projekte selbstverständlich.

Wir geben den Kindern und Jugendlichen Geborgenheit bei klaren Regeln.

Samstag, Dezember 20, 2008

Offenheit für Gott


Gnadenbild von Guadalupe (Mexiko)

In den Tagen des Advents und an Weihnachten schauen wir besonders auf die Gottesmutter. Sie maßt sich nicht selbst an, die Mutter des Erlösers zu werden. Sie lehnt aber auch nicht aus falscher Demut ab. Sie spürt einfach: Gott braucht mich.
Durch Menschen greift Gott in unsere Welt und Geschichte ein. Im Evangelium ist Maria mit ihrer gläubigen Offenheit der Raum, in dem Gott wirken kann. Diese Öffnung, diese Offenheit sucht Gott auch bei uns. Stehen wir ihm zur Verfügung? Kann Gott sich durch uns und in unserem Leben ausdrücken? Maria wird zum Musterbeispiel für das, was Glauben heißt und Leben aus dem Glauben: Wie Maria sollen auch wir offen sein, damit Gott bei uns ankommen kann. Wie Maria ist jeder von uns von Gott begnadet. Jedem sagt Gott: Ich bin mit dir. Du hast von mir Fähigkeiten und Begabungen bekommen. Die sollen Frucht zum Wohle aller bringen. Wenn wir für Gott empfänglich sind wie Maria, dann wird auch unser Leben Früchte tragen. - Frohe Weihnachten und ein von Gott gesegnetes neues Jahr!