Philippinen? Wo liegen die denn?

Philippinen? Wo liegen die denn?
Philippinen? Wo ist das denn?

Freitag, 2. Dezember 2011

Der alltägliche Höllentrip


Multicabs auf der Laurel Avenue vor der Redemptoristenkirche, Davao

Es ist heiß und unheimlich eng, es stinkt bestialisch nach Abgas, das ständige Gehupe und Geknatter ist wahnsinnig laut - was ist das? Eine Fahrt mit dem Multicab (Kleintransporter mit Sitzbänken) bzw. Jeepney (ursprünglich auf Jeep aufgebaut). Da es auf den Philippinen keine Stadtbusse gibt, übernehmen diese teils rollenden Schrotthaufen den öffentlichen Personennahverkehr.
Wie sieht eine Fahrt mit dem Jeepney aus: Man wartet einfach irgendwo an der Straße und hält Aussschau. Zahlreiche, hupende Jeepneys rollen vorüber. Winzige Schilder in der Windschutzscheibe (der einzigen Scheibe) verraten die Route des Fahrzeugs. Diese kann man in keiner Karte nachlesen. Auch die Einheimischen kennen die Routen meist nicht so genau. Wenn man den richtigen Wagen gefunden hat, hält man ihn durch Winken an, steigt mühsam hinten ein in der Hoffnung auf ausreichend Sitzplatz. Man bezahlt den Fahrer, während dieser gleichzeitig lenkt. Ist man am Ziel, klopft man an die Decke oder zischt mit den Lippen. Der Fahrer hält jederzeit sofort an. Eine einfache Fahrt mit dem Jeepney kostet nur 0,17 €.

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